Niederlage in der Nachspielzeit


Nach drei Siegen in Folge stand für die 1.Mannschaft das schwere Auswärtsspiel in Odendorf auf dem Programm. Was an diesem Sonntag in Odendorf vor sich ging, war teilweise sehr guter Fußball, teilweise hatte das Geschehen aber nichts mit Fußball zu tun. Aber der Reihe nach:

Der SC Volmershoven-Heidgen begann mit Selbstvertrauen und hatte nach fünf Minuten bereits drei große Chancen, in Führung zu gehen. Doch die sehr gut herausgespielten Möglichkeiten verfehlten ihr Ziel jeweils nur um Zentimeter. Nur das frühe Führungstor fehlte in dieser Phase.
Nach einer Viertelstunde kam die TuS aus Odendorf besser ins Spiel. In dem schon jetzt unglaublich intensiven Spiel war die Stimmung bereits aufgeheizt und in den Zweikämpfen ging es hoch her.
Das Spiel war nun ausgeglichener, aber die Gastgeber konnten sich keine gefährlichen Chancen herausarbeiten, da die Defensive der „Grünen“ sicher stand. 34 Minuten waren gespielt, als sich Marius Kuhn auf der linken Seite im Zusammenspiel mit Thomas Lange durchsetzte und den Ball zu Michi Braun spielte. Der legte seinem Kapitän Johannes Passmann auf, der den Ball aus über 20 Metern zum 1:0-Führungstreffer in die Maschen jagte.
Bis zur Pause blieb es bei der durchaus verdienten Führung für die Gäste, die das Spiel größtenteils unter Kontrolle hatten.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit verlor der bis dahin ordentlich pfeifende Schiedsrichter das Spiel leider aus der Kontrolle: Drei Minuten waren nach der Pause gespielt, als Michi nach einem Solo im Strafraum vom letzten Gegenspieler gefoult wurde, ein klarer Elfmeter. Aber der Schiedsrichter verlegte die Situation aus dem Strafraum und gab von der Strafraumgrenze nur Freistoß und keine Karte für den Gegenspieler. Die dennoch gefährliche Freistoßsituation brachte nichts ein.
Nur zehn Minuten später folgte dann eine Aktion, die schockieren musste. Nach einem normalen Foul im Mittelfeld von Sebastian Fassbender an seinen Gegenspieler trat dieser zunächst nach. Doch dabei beließ er es nicht: Er verfolgte Sebastian über 30 Meter und schlug ihn dann für alle offensichtlich mit den Fäusten! Der Schiedsrichter zitierte anschließend beide zu sich und gab beiden die Rote Karte! Der Odendorfer hatte nichts anderes verdient, aber warum bekam Sebastian die Rote Karte? Für ein harmloses Foulspiel im Mittelfeld? Denn er ließ sich nicht auf eine Schlägerei mit seinem Gegner ein, sondern ließ sich schlagen! Eine Entscheidung des Schiedsrichter, die einfach unglaublich war.
Die Partie ging weiter: Odendorf wurde 25 Minuten vor dem Schluss offensiver und probierte es mit langen Bällen nach vorne, die jedoch noch nichts einbrachten. Der SC V-H konterte das ein oder andere Mal gefährlich, aber die Chancenverwertung blieb unbefriedigend. Bis in den Strafraum sah es gefährlich aus, aber das letzte Zuspiel blieb zu ungenau. Jeweils einmal zappelte der Ball aber noch im Netz, hüben wie drüben. Beide Male entschied der Schiedsrichter auf Abseits.
Der Sportclub stand nun zu tief in der eigenen Hälfte, sodass Odendorf immer wieder den langen Ball von Mittellinie spielen konnte. Torwart Uwe Schütze leitete einen Kopfball reaktionsschnell an die Latte. Ob die Passivität weiter gut gehen konnte?
In der 81.Spielminute sorgte schließlich ein Kopfball nach vorangegangenem Freistoß für den Ausgleich.
Nach dem Ausgleich war das Spiel offen. Beide Mannschaften drängten auf das Siegtor. Es lief bereits die Nachspielzeit, als sich Marius auf der rechten Seite durchsetzte und in die Mitte zu Daniel Köhler passte, doch dieser scheiterte bedrängt von seinem Gegenspieler. Im direkten Gegenzug hatte Odendorf noch einmal einen Angriff: Von der linken Seite kam der Pass in die Mitte, der Stürmer schoss, Uwe parierte, aber der Nachschuss war der viel umjubelte 2:1-Führungstreffer für die Odendorfer.
Die letzte Chance bekam das Team von Udo Stöppelkamp noch: Ein Freistoß in der gegnerischen Hälfte wurde in den Strafraum geschlagen, um den sich alle verbliebenen Spieler versammelt hatten, doch der Ball wurde geklärt und dann war Schluss.
Der SC Volmershoven-Heidgen verlor also das wichtige Spiel beim TuS Odendorf mit 1:2. Beste Chancen zum 2:0 wurden ausgelassen und vor dem Ausgleich ließ man sich zu weit hinten reindrängen. Die Niederlage war also selbstverschuldet. Dennoch gibt es noch bittere Beigeschmäcke: Ein klarer Elfmeter wurde verweigert, Sebastian wurde wegen eines Foulspiels, das Tausende Male sonntags in den Ligen passiert, mit der gleichen Strafe bedacht, wie ein Spieler von Odendorf, bei dem alle Sicherungen durchbrannten. Traurig war zudem, dass sich ein weiterer Odendorfer im Spiel eine Tätlichkeit beging und sich zudem nach dem Spiel noch damit brüstete, dass er ohne Strafe aus dieser Aktion gekommen war.
Die „Grünen“ empfangen nächste Woche den SV Wachtberg 3. Dort will man wieder in die Erfolgsspur zurückfinden!

Startelf:

 

Andi Braun, Michi Braun, Sebastian Fassbender, Jurij Fischer, Chris Hansen, Marco Kaemmer, Marius Kuhn, Thomas Lange, Philipp Papberg, Johannes Passmann, Uwe Schütze

Bank:

Daniel Köhler, Tobias Lange, Frederik Schmälter

(Timo Schüller)