Ein Tag in der Bay-Arena Leverkusen ganz im Zeichen des Jugendfußballs

Samstag, der 15.06.2019, begann für Stephan Manthei, B-Jugend-Trainer beim SC V-H, Even Ghrmay und Lennard Mews, beide in der letztjährigen B-Jugend und kommenden A-Jugend aktiv, sehr früh. Um halb acht machten wir uns auf den Weg, um an einem Workshop in der Leverkusener Ehrenamtsakademie teilzunehmen. Am Stadion angekommen erhielten wir unsere Ausweise für den Tag und wurden in einer VIP-Lounge von Meinolf Sprink (Direktor Fans/Soziales) begrüßt. Herr Sprink erklärte den rund 150 Teilnehmern, wie Bayer 04 Leverkusen aus der Firma Bayer entstand und gab weitere generelle Informationen zu dem Club.

Um 10:00 Uhr begann schließlich der theoretische Teil des Workshops. Ungefähr 30 Personen wurden nach einer kurzen Vorstellungsrunde das vom DFB entwickelte Konzept "Funino" vorgestellt. Das Konzept besteht darin, dem Jugendfußball, z. B. einer 7er D-Jugend eine Alternative zu dem Spiel über den halben Platz zu geben. Häufig spielen in dieser Spielform nur die Besten aus den jeweiligen Mannschaften und die schwächeren Spieler sitzen während des gesamten Spiels auf der Ersatzbank. So können sie sich nicht weiterentwickeln und verlieren irgendwann den Spaß am Fußball. Bei "Funino" gibt es statt einem langen Spiel auf große Tore, mehrere kurze, beispielsweise 3 gegen 3, Spiele auf kleine Tore. Nun bekommen alle Spieler die gleiche Spielzeit, damit deutlich mehr Ballaktionen und Spaß an dem Sport. Für weitere Vorteile, aber auch mögliche Schwierigkeiten, Informationen und wie das Modell in ganz Deutschland durchgesetzt werden soll, empfehle ich die Internet Recherche bei zdf.de/funino.

Nach dem theoretischen Lehrgang und einem reichhaltigen Mittagessen vom Buffet gingen wir mit allen Teilnehmern unseres Workshops um 13.30 Uhr zu dem nahe gelegenen Sportplatz des SC Leverkusen. Dort absolvierten wir den praktischen Teil. Wir bildeten 4 Teams, bauten 2 Spielfelder mit jeweils 4 Toren auf und begannen zu spielen. Hauptbestandteil dieser Einheit war es, Erschwerungen zu finden, um das Spiel interessanter und abwechlungsreicher zu gestalten. Es gibt die Möglichkeit z. B. auf diagonal stehende Tore zu spielen oder ein Schussbereich zu markieren, in dem nur die Tore erzielt werden dürfen. Das Interessanteste ist die große Vielfalt, wie man das Spiel verändern kann. Mit fortgeschrittenem Alter oder Leistungsstand ist durchaus eine Kombination aus den beiden obigen Beispielen möglich. Allen Teilnehmern hat das Ausprobieren und lockere Spielen riesigen Spaß gemacht und der sollte ja beim Fußball, vor allem beim Jugendfußball, nicht zu kurz kommen.

Zurück an der Bay-Arena durften wir uns in der offiziellen Gast-Kabine duschen und umziehen - genau dort, wo auch alle Bundesliga Spieler nach einem Spiel in Leverkusen duschen. Der Tag wurde mit der Urkundenübergabe, die die Teilnahme an dem Workshop bestätigt, und einer kurzen Stadionführung bis an die Rasenkante und die Ersatzbänke im Stadion, abgeschlossen. Für uns drei war der Tag sehr interessant und wir haben viele neuen Ideen und Erfahrungen sammeln können.

(Lennard Mews)